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Aktuell. stiftungNETZ. Fachwissen. Spenden. Offene Stellen. Kontakt. Sehbehinderte Kinder
Heilpädagogische Früherziehung für sehbehinderte
Kinder der Kantone Aargau und Solothurn
Wieso heilpädagogische Früherziehung für sehbehinderte Kinder?
80% unserer Wahrnehmung erfolgt über das Auge. Der visuelle Ausfall beeinflusst
die gesamte Entwicklung des Kindes. In unterschiedlichem Mass betroffen sind:
Die Motorik, die Sprache, die kognitive Entwicklung, das Sozialverhalten und die
Emotionalität.
Die grössten Entwicklungsschritte des Sehens geschehen während der ersten
Lebensmonate. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass beispielsweise Kinder, die mit
sechs Wochen nicht lächeln, die Mutter nicht anschauen oder durch sie
„hindurchschauen“, zur Abklärung angemeldet werden.
Mögliche Ursachen für eine Sehbehinderung sind: visuelle Wahrnehmungs-
störungen, verzögerte Sehentwicklung, Augenmotilitätsstörungen, Augenbeweglich-
keitsstörungen, zentrale Sehstörungen, Augenerkrankungen, Missbildungen.
Zielgruppe
Die Heilpädagogische Früherziehung für sehbehinderte Kinder AG/SO ist zuständig
für Kinder mit einer Sehbehinderung oder auffälligem Sehverhalten im Vorschulalter
(von Geburt bis zur Einschulung) in den Kantonen Aargau und Solothurn. Unter
sehbehinderten Kindern verstehen wir Kinder, die schlecht sehen, blind sind oder
das Gesehene nur ungenügend umsetzen bzw. verarbeiten können.
Zur Zielgruppe gehören auch die Eltern oder Erziehungsberechtigten des Kindes.
Abklärung
der Sehentwicklung und des Sehverhaltens anhand
der pädagogisch-funktionellen Low-Vision-Abklärung
des allgemeinen Entwicklungstandes des Kindes
der notwendigen Hilfsmittel
der Notwendigkeit des Beizugs anderer Fachleute
der optimalen Beleuchtungsgestaltung
Bildung/Begleitung
Unterstützung der Sehentwicklung und der optimalen Nutzung des Sehver-
mögens durch visuelle Stimulation, Low-Vision-Training und Transfer in den
Alltag
Förderung der anderen Sinne: Tast-, Geruchs-, Geschmackssinn und Gehör
Orientierung und Mobilität (O&M) in der Wohnung, der näheren Umgebung, in
Spielgruppe und Kindergarten sowie im Strassenverkehr
Lebenspraktische Fertigkeiten (LPF), wie An- und Ausziehen, selbständig essen,
Körperpflege und Hausarbeiten
wie auch: Kommunikation und Begriffsbildung, Grob- und Feinmotorik,
rhythmisch-musikalische Fertigkeiten, Sozialverhalten und Emotionalität,
kognitive Entwicklung, Spielverhalten, Schulbereitschaft
Beratung
Bei Fragen und Problemen, die im Alltag mit dem Kind entstehen, suchen wir
zusammen nach Lösungen. Es ist uns wichtig, Sie, Ihr Kind und Ihre besondere
Situation zu verstehen. Im gemeinsamen Gespräch klären wir die Zusammenhänge
der Seh- und der allgemeinen Entwicklung Ihres Kindes. Sie erhalten Informationen
und wir beraten Sie bei der Versorgung des Kindes mit den notwendigen
Hilfsmitteln. Sie werden sensibilisiert, sich mit dem Sehverhalten Ihres Kindes
auseinanderzusetzen, Sie lernen Möglichkeiten und Grenzen bezüglich der
Fähigkeiten Ihres Kindes kennen und werden unterstützt, dieses Wissen im Alltag
umzusetzen.
Anmeldung
Eltern können ihr Kind (bis Ende Februar des 2. Kindergartenjahres) direkt bei uns
anmelden, sei es schriftlich (Anmeldetalon), per E-Mail oder telefonisch.
Fachleute benötigen für die Anmeldung eines Kindes das Einverständnis der Eltern.
Kontakt
Dorfstrasse 12Postfach 665102 Rupperswil
Tel. 062 897 64 40Fax 062 897 64 41
sehbehinderte.agso@stiftungnetz.chwww.stiftungnetz.ch